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Das kleine Licht im Herbstwald
Pino & Freunde – Das kleine Licht im Herbstwald
Es war ein kühler Herbstnachmittag. Die Bäume im Wald leuchteten in Rot, Gelb und Orange. Pino stapfte fröhlich durch das raschelnde Laub. Neben ihm hüpfte Hoppel von einem Blätterhaufen zum nächsten.
„Hört ihr das?“, fragte Bella plötzlich.
Alle blieben stehen.
Ganz leise klang es zwischen den Bäumen: Klingeling … klingeling …
„Das klingt wie ein winziges Glöckchen!“, staunte Ella.
Pandi spitzte die Ohren. Gina reckte ihren langen Hals und schaute über die Büsche hinweg.
„Dort hinten bewegt sich etwas!“, rief sie.
Die sechs Freunde folgten dem leisen Klingeln. Sie gingen an einem moosigen Baumstamm vorbei und über einen schmalen Pfad, bis sie zu einer kleinen Lichtung kamen.
Dort stand eine alte Laterne zwischen den bunten Blättern. In ihrem Inneren leuchtete ein warmes, goldenes Licht.
„Wie schön!“, flüsterte Bella.
Pino schnupperte vorsichtig daran. „Aber wer hat sie hier hingestellt?“
Hoppel entdeckte neben der Laterne winzige Fußspuren im weichen Waldboden.
„Vielleicht gehört sie einem kleinen Waldtier!“, überlegte er.
Die Freunde schauten sich um. Doch niemand war zu sehen.
Da raschelte es unter einem großen Farnblatt. Ein kleines Igelkind kam hervor. Es sah sich schüchtern um und stupste mit seiner Nase gegen die Laterne.
„Ach, die Laterne gehört dir!“, sagte Ella freundlich.
Das Igelkind nickte. Es hatte die Laterne auf dem Weg nach Hause verloren und sich nicht mehr getraut, allein weiterzugehen. Nun war es schon ziemlich dunkel geworden.
„Keine Sorge“, sagte Pino. „Wir bringen dich nach Hause!“
Pandi nahm die Laterne vorsichtig auf. Gina konnte von weitem den richtigen Weg erkennen. Bella und Hoppel gingen neben dem kleinen Igel, während Ella darauf achtete, dass niemand zurückblieb.
Gemeinsam wanderten sie durch den Herbstwald. Das goldene Licht hüpfte über die Blätter und ließ sie aussehen, als wären kleine Sterne auf den Boden gefallen.
Bald erreichten sie eine gemütliche Höhle unter den Wurzeln einer großen Eiche. Vor dem Eingang wartete bereits die Igelmama.
„Da bist du ja!“, rief sie erleichtert und schloss ihr Kind in die Arme.
Das kleine Igelkind strahlte. „Meine Freunde haben mir geholfen!“
Die Igelmama bedankte sich herzlich bei Pino und seinen Freunden. Zur Belohnung lud sie alle zu warmem Apfeltee und knusprigen Haferkeksen ein.
Sie saßen zusammen vor der Höhle, lauschten dem Rascheln der Blätter und betrachteten die kleine Laterne.
„Heute hat nicht nur die Laterne den Weg erhellt“, sagte Bella lächelnd. „Unsere Freundschaft hat das auch getan.“
Pino nickte zufrieden. „Und gemeinsam findet man immer einen Weg!“
Als die Freunde später nach Hause gingen, funkelten die ersten Sterne am Himmel.
Und tief im Herbstwald leuchtete die kleine Laterne weiter – als Erinnerung an einen Tag, an dem sechs Freunde einem kleinen Igelkind geholfen hatten.
Ende.
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